Wir über uns

Go - Druck Aken - Ein Familienbetrieb stellt sich vor

Nach der Besetzung unserer Heimatstadt durch amerikanische Streitkräftegottschalk0202 Anfang April 1945 erkannte der gelernte Schriftsetzer Fritz Gottschalk die Notwendigkeit, die Besatzungsbehörden und die sich wieder neu bildenden Verwaltungen mit Drucksachen zu versorgen. Aus der Not geboren gründete er am 11. Juni 1945 die Druckerei Gottschalk oder auch  Go-Druck Aken (Gottschalk-Druck Aken). Die Firma bestand zunächst nur aus ein paar alten Schriften und einem A4-Handtiegel, den der Firmengründer in seinem ehelichen Schlafzimmer aufstellte. Doch die Räumlichkeiten reichten natürlich bei weitem nicht aus, und so mietete man sich bald im Stadtzentrum ein. Erste Mitarbeiter wurden eingestellt, Druckmaschinen holte man aus ausgebrannten Druckereien in Leipzig und im ebenfalls ausgebrannten Dessau. Die Firma expandierte trotz der mittlerweile nicht mehr so günstigen politischen Bedingungen. Der Mangel an Druckpapier und den entsprechenden Farben stellte den Betrieb täglich vor neue Herausforderungen. Ende der 50er Jahre nahm der Druck von außen zu. Die staatliche Handelsorganisation (HO) benötigte DRINGEND die von uns gemieteten Räume. Fritz Gottschalk kaufte ein altes unter Denkmalschutz (ehemaliger Nonnenstift - ältestes Wohnhaus der Stadt) stehende, indem sich die Druckerei Gottschalk noch heute befindet.

Die Zeit bliebschmidt0202 nicht stehen, und so begann Fritz Gottschalk sich Ende der 70er Jahre nach einem Nachfolger umzusehen. Er fand ihn in seinem Schwiegersohn Wolfgang Schmidt. Dieser gab seinen Beruf als Physiklehrer auf und begann 1982 (mittlerweile auch schon 41 Jahre alt) als Druckerlehrling in unserem Betrieb. Er holte den Facharbeiterabschluss und die Meisterschule nach und übernahm 1985 den Betrieb. 2 Jahre später begann der älteste der 3 Söhne des Inhabers seine Lehre im Familienbetrieb. Mittlerweile sind auch die beiden anderen Söhne im graphischen Gewerbe tätig. Fritz Gottschalk, quasi der Seniorchef, blieb bis zu seinem Lebensende 1989 mit helfender Hand im Betrieb tätig.

Nach Wende und Währungsunion eröffneten sich für die Firma völlig neue Horizonte. Von heute auf morgen waren die jahrelang als Schätze gehüteten Setz- und Druckmaschinen überholt und wertlos, die Ansprüche der Kunden stiegen - Buchdruck war veraltet - Offsetdruck hieß das Ziel.

Ein Neuanfang musste gemacht werden. Durch genau geplante  Investitionen unter Beachtung der technischen Weiterentwicklung wurden nun und in den folgenden Jahren moderne Apple/Mac-Satzanlagen, neue Heidelberger Druckmaschinen und Endverarbeitungsmaschinen angeschafft, so dass wir in den Jahren seit 1990 technisch immer auf dem neuesten Stand waren und es bis heute sind. Zusammen mit unseren Partnern sind wir in der Lage, unsere Kunden  angefangen von Fahrzeugbeschriftung und Leuchtwerbung, über Geschäftsdrucksachen (Visitenkarten, Briefbogen, Rechnungen, Formulare, etc.) bis zu Werbedrucksachen rundum zu versorgen. Durch Wiederanschaffung einer Buchdruckpresse können nun auch Stanzarbeiten vielfältigster Art und Form gefertigt. Zeitungsannoncen werden von uns gestaltet und können in den in unserem Hause verlegten Printmedien (Akener Nachrichtenblatt & Akener Haus- und Familienkalender) veröffentlicht werden.

In den letzten Jahren entwickelte sich zunehmend die Verlagstätigkeit als Wachstumsmarkt. Unter dem Label „Akener Heimatverlag“ erschienen in unserem Hause einige Broschüren und Bücher. (1998 - „Aken eine Kleinstadt in Mitteldeutschland“, 2002 – „13 Tage im August“, 2003- „Weeßte noch wie´s frieher waor“, 2004 – „Aken und die Elbe“, 2005 – „100 Jahre Schifffahrt“, - „ Waldersee- ein historischer Spaziergang“, - „ Von‘ Marcht bis na de Ellewe“, 2006 - „Flug übers Elbtal“, „Industriegeschichte Aken-Ost“, 2007 – „Akener Straßen und Plätze“).

Matthias Scha_Meister202midt, ältester Sohn des Inhabers, schloss im Jahre 1989 die Lehre ab und arbeitete seit 1991 als Drucker im Betrieb. Seit 1996 begann er den Aufgabenbereich Kalkulation und Auftragsbearbeitung für sich zu erschließen. Als konsequente Schlussfolgerung dieser beruflichen Entwicklung begann er 1998 die Meisterausbildung, die er als bester Druckmeister Thüringens im Jahr 2000 abschließen konnte. Weitere Lehrgänge in Betriebswirtschaft und Controlling schlossen sich an.

Ein großer Sprung in der Entwicklung unseres Betriebes war die Inbetriebnahme der ersten 4-Farb-Maschine (Heidelberg Speedmaster 52) und damit verbundene flächenmäßige Erweiterung unseres Betriebes im Jahre 2000. Weitere Investitionen im Satzbereich und in der buchbinderischen Weiterverarbeitung wurden realisiert.

Zum Jahreswechsel 2006/2007 war es dann soweit. Der zweite Generationswechsel in der Firmen- und Familiengeschichte ging von statten. Wolfgang Schmidt übergab nach 22 Jahren die Druckerei in die Hände seines Sohnes Matthias. Obwohl mit 66 Jahren im verdienten Rentenalter ist der Senior aber weiterhin täglich in der Firma tätig. Im Jahr 2008 erfolgten umfangreiche Umbau und Instandsetzungsarbeiten an der denkmalsgeschützten Bausubstanz und nach gezielten Investitionen verabschiedete man sich vom klassischen Offsetfilm, um mit Hilfe eines neuen AGFA-Plattenbelichters im A2-Format die Druckplatten nun direkt zu bebildern. Zur Sicherung des Standortes und zum Halten eines hohen Qualitätsniveaus konnten seit 1999 vier Lehrlinge ausgebildet werde, zwei weitere befinden sich gerade in der Ausbildung.

Kontinuität und die konsequente Weiterentwicklung bestätigen uns im  64. Jahr unserer Betriebsgeschichte.

Wir produzieren hier vor Ort mit einheimischen Mitarbeitern individuelle Produkte in hoher Qualität und zu fairen Preisen.

„ Gottschalk – damals wie heute – Ihr kompetentes Medienhaus vor Ort“